Welches Modell für was — Claude, GPT, Gemini
Die drei großen unterscheiden sich mehr als Du denkst. Hier die praxisrelevanten Unterschiede.
Die drei großen
Claude (Anthropic) — Stärken bei Code, Schreiben, langen Analysen. Sehr gutes Befolgen komplexer Instruktionen. Bevorzugt bei Entwicklern.
GPT-5 (OpenAI) — Breitester Wissensstand, stärkstes Ecosystem (ChatGPT, Plugins, GPT Store). Gut im Default, weniger steuerbar in Nuancen.
Gemini (Google) — Riesiges Kontext-Fenster, guter Multimodal-Support (Video, Audio, Bild). Wissen aus Google-Suche integriert.
Wann welches
Für Code + Architektur-Arbeit: die jeweils aktuelle Claude-Opus-Variante. Bestes Instruction-Following (Stand April 2026: Opus 4.7, ändert sich mit jedem Release).
Für allgemeine Recherche + Schreiben: GPT-5 oder Claude, fast gleichstark.
Für sehr lange Dokumente (500+ Seiten): Gemini 2.5 Pro. Das 2M-Fenster ist nicht nur Zahl sondern funktioniert wirklich.
Für multimodale Aufgaben (Video, Audio): Gemini.
Für Agentic Workflows (lange Tool-Use-Ketten): Claude. Das Sonnet/Opus-Modell ist beim Agent-Bau der Standard.
Preise im Griff
Nicht alles braucht das teuerste Modell. Grob:
- Einfache Frage, kurze Antwort → Haiku, GPT-5-mini, Gemini Flash
- Mittel-komplex, Nachdenken nötig → Sonnet, GPT-5, Gemini Pro
- Kritische Analyse, Architektur, Code-Review → Opus, GPT-5-Thinking, Gemini Ultra
Pro Token unterscheiden sich die Stufen um Faktor 10. "Ueberall Opus" ist Geldverschwendung.
Praxis-Tipp
Nicht festlegen. Probier die drei für die gleiche Aufgabe. Der Unterschied im Output ist oft größer als der Preis-Unterschied. Und was letzte Woche noch am besten war, kann diese Woche anders sein.