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Level 1· Lektion 5 von 7

Welches Modell für was — Claude, GPT, Gemini

Die drei großen unterscheiden sich mehr als Du denkst. Hier die praxisrelevanten Unterschiede.

10 min

Die drei großen

Claude (Anthropic) — Stärken bei Code, Schreiben, langen Analysen. Sehr gutes Befolgen komplexer Instruktionen. Bevorzugt bei Entwicklern.

GPT-5 (OpenAI) — Breitester Wissensstand, stärkstes Ecosystem (ChatGPT, Plugins, GPT Store). Gut im Default, weniger steuerbar in Nuancen.

Gemini (Google) — Riesiges Kontext-Fenster, guter Multimodal-Support (Video, Audio, Bild). Wissen aus Google-Suche integriert.

Wann welches

Für Code + Architektur-Arbeit: die jeweils aktuelle Claude-Opus-Variante. Bestes Instruction-Following (Stand April 2026: Opus 4.7, ändert sich mit jedem Release).

Für allgemeine Recherche + Schreiben: GPT-5 oder Claude, fast gleichstark.

Für sehr lange Dokumente (500+ Seiten): Gemini 2.5 Pro. Das 2M-Fenster ist nicht nur Zahl sondern funktioniert wirklich.

Für multimodale Aufgaben (Video, Audio): Gemini.

Für Agentic Workflows (lange Tool-Use-Ketten): Claude. Das Sonnet/Opus-Modell ist beim Agent-Bau der Standard.

Preise im Griff

Nicht alles braucht das teuerste Modell. Grob:

  • Einfache Frage, kurze Antwort → Haiku, GPT-5-mini, Gemini Flash
  • Mittel-komplex, Nachdenken nötig → Sonnet, GPT-5, Gemini Pro
  • Kritische Analyse, Architektur, Code-Review → Opus, GPT-5-Thinking, Gemini Ultra

Pro Token unterscheiden sich die Stufen um Faktor 10. "Ueberall Opus" ist Geldverschwendung.

Praxis-Tipp

Nicht festlegen. Probier die drei für die gleiche Aufgabe. Der Unterschied im Output ist oft größer als der Preis-Unterschied. Und was letzte Woche noch am besten war, kann diese Woche anders sein.

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